Dienstag, 17. August 2010

Zuletzt

gebe ich ab an meinen fleißig schreibenden Nachfolger Lukas:

http://ipotts.blogspot.com/


Ahoi!

Freitag, 6. August 2010

Zuletzt danke ich allen, die all das möglich gemacht haben...

Nachdem ich Inder und Chinesen, Grüne und Republikaner, Pflanzen und Betonwüsten, Überfluss und Armut, Unordnung und Unsauberkeit - ca. 2000 weitere Beispiele einfügen - kennengelernt, hassen gelernt und lieben gelernt habe, bin ich gut in Berlin gelandet. Wer hätte das gedacht!? Dann ging es gleich nach Pforte.

Die Immatrikulation wirkt wie ein Traum, wenn man nur ein paar Tage später darüber nachdenkt. Die Gespräche und Begegnungen zerfließen in der kurzfristigen Erinnerung zwischen den langfristigen. Es war definitiv zu früh und doch ist immer noch nicht die Gesamtheit meines Habs und Guts umgezogen. Dieser Zustand im Jetlag und mit einem Kopf, aus dem wegen Überfüllung nicht notierte Gedanken auf das Papier oder eben in unendliche Weiten des Unterbewusstseins quellen, wird hoffentlich vorübergehen. Und doch werde ich.

Und ich bin mir nicht sicher, habe ich schon Abschied genommen? Werde ich einfach diesen Zustand beibehalten und selbstverständlich immer wiederkehren, ohne „Hallo“ und „Tschüß“?

Ich möchte meine Ausführungen, wie schon der Rektor, mit ein paar Zeilen eines großen Lyrikers unserer Zeit abrunden:


„Es gibt nur cool und uncool und wie man sich fühlt!

ES GIBT NUR COOL UND UNCOOL UND WIE MAN SICH FÜHLT.“

(Dirk v. Lowtzow)


Wer will, sieht mich in einer anderen Stadt, macht es gut!

Dienstag, 20. Juli 2010

Schulden

Hey hey hey,

ich bin laengst nicht mehr in Pforte und bin diesem Blog noch einen Abschiedskommentar schuldig, denke ich. Nun im Moment habe ich keine Zeit, weil ich in Philadelphia, USA bin und an einem Workcamp bei den "Volunteers for International Solidarity" teilnehme. Oder zumindest versuche ich es, denn ich bin der einzige Volunteer in diesem Camp, weil irgendetwas bei der Anmeldung schiefgelaufen ist. Keine Ahnung. Ich versuche nun zu einem anderen Camp hier in Philly zu wechseln, um das zu tun, was ich hier tun will, naemlich Freiwilligenarbeit und alles. Ich muss sowieso hier bleiben, weil es nicht moeglich ist meinen Rueckflug umzubuchen oder so etwas. Also werde ich die naechsten zwei Wochen moeglichst sinnvoll in diesem Land verbringen und sehen, wie ich mit meinen 170 bucks ueber die Runden komme. Soweit so gut. Ich sehe manchmal auf tagesschau.de nach, ob alles seinen gewohnten Gang geht in Europa und es sieht ganz danach aus. Kacke, dass die Hamburger Koalition zu doof war, eine Schulreform mit den Buergern durchzufuehren. Gut ist, dass Hannelore Kraft bis jetzt einen guten Job macht und dass es weiterhin danach aussieht, als ob diese schwarzgelbe Regierung hoechstens eine Legislatur durchhaelt. Ich wohne im Moment bei einem Gruendugsmitglied der "Green Party of Pennsylvania", was sehr interessant ist, wie ich finde. Er vermag es ziemlich praezise auf den Punkt zu bringen, was hier schief laeuft im endlos-Kapitalismus und trotzdem wird seine Partei in den naechsten Jahren keine Chance haben irgendwie ernsthaft politisch mitzureden und alles. Wie auch immer.
Ich denke, ich werde noch etwas schreiben, wenn ich wieder in good ol' Germany bin.
Jetzt werde ich mich weiter diesem Land widmen und mir den "failed capitalism", wie mein Gastgeber ihn liebevoll nennt, ansehen.
Ahoi!

Mittwoch, 9. Juni 2010

Außer Gefecht

"Ja, ja 's geht schneller, wie de denkst.", würde der Naumburger sagen.
Nun liege ich im Bett, darf nicht arbeiten, bzw. eigentlich garnicht laufen, außer wenn ich aufs Klo, zum Essen oder zum Arzt muss. Die Bisswunde einer Zecke, die es sich an meinem Oberschenkel gemütlich gemacht hatte, hat sich offensichtlich entzündet und schwillt immer weiter an. Mindestens für diese Woche bin ich krank geschrieben. Super. So hatte ich mir die letzten Tage hier im fast schon wieder zu heißen Pforte nicht vorgestellt.
Mal abwarten, wie schnell das Antibiotikillerkommando eingreifen kann.

Samstag, 1. Mai 2010

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oder so ähnlich

Die Treppenstufen des Abschieds werden erklommen. Ganz oben, so hoch, dass man sich fast den Kopf an der Decke des Raumes, welche himmelblau gestrichen ist, stößt, ist eine kleine Luke. Was dahinter kommt, wissen wir nur von Erzählungen. Umkehren will keiner. Manchmal sehe ich traurige Gesichter, fast immer fröhliche; ich sehe niemanden, der hoffnungslos ist.

Mal wieder nicht mehr lange oder "Aufbruchstimmung?"

Zur Verabschiedung Konrad Kellers als Prokurator der Stiftung Schulfporta sprach der Rektor einige seiner Verdienste und der Stiftung allgemein an. Unter den vielen wahren Worten fand sich etwas, das ich nicht besser hätte artikulieren können:

"Die Stiftung bietet jedes Jahr einem Zivi die Möglichkeit eine sinnvolle und erfüllende Arbeit zu verrichten und somit gleichzeitig die Mitarbeiter der Schule zu unterstützen."

Irgendwie habe ich auch den Eindruck, dass ich fast zu erfüllt bin, aber das Leben in Pforte ist ja sowieso von Schlafmangel gekennzeichnet. Deshalb bin ich aber lange nicht zum Schreiben gekommen. Aber was soll das Geschwafel!


Es neigt sich dem Ende; die Zeit in Pforte wird knapp. Die Abiturienten versuchen die Tage ihre Ernte einzufahren - die schriftlichen Prüfungen gingen jüngst über die Bühne. Ich werde noch Wochen hier leben und arbeiten, aber die vergehen im Flug und es ist wieder dieses Gefühl, Pforte hinter sich zu lassen und langsam löst sich der Kleber, man hängt letztendlich immernoch daran. Und das ist schön.

Der letzte Schultag der 12er war für mich persönlich nicht weniger grandios als mein eigener und ähnlich emotional. Jetzt geht es richtig los: Wohnung finden, Unieinschreibung bewerkstelligen, Stipendiumsbewerbung, usw...

Ich freu mich auf das Wiedersehen in einer Woche zum Schulfest, genauso auf den Auftritt unseres Bandprojekts "Im Zweifel für den Zweifel" zur vorschulfestlichen Tanzveranstaltung. Wir spielen zeitgenössische Schlager, Eigenkompositionen und Protestlieder - zum Kuscheln und Tanzen. Unsere Besetzung: Ronny am Bass, Jonnie am Schlagwerk, Elli am Mini-Sysnthesizer und mit menschlicher Stimme, sowie Paul m Saxophon und Paul mit Gitarre und Stimme.
Außerdem konnten wir die "Banana Killers" als Hauptact gewinnen.

Ich hätte gern über viel mehr geschrieben: die Menschenkette vor einer Woche, den Konflikt um blühende Wiesen vs. Golfrasen, die PRojekte und Vorhaben der Stiftung und wie mit nem neuen Chef Schwung in die Bude kommt, so vieles...

Wir sehen uns zum Schulfest!